Gleichmäßigkeit (Uo)
Die Gleichmäßigkeit (Uo) beschreibt das Verhältnis der minimalen Beleuchtungsstärke auf der untersuchten Fläche zur mittleren Beleuchtungsstärke.
Dieser Parameter zeigt, ob das Licht gleichmäßig verteilt ist oder ob neben ausreichend hellen Bereichen deutlich dunklere Zonen vorhanden sind. Bei der Interpretation des Messprotokolls sollten daher der Uo-Wert, die Anzahl der Messpunkte sowie die Grenzen des untersuchten Bereichs gemeinsam betrachtet werden.
Erst die Gesamtauswertung dieser Informationen ermöglicht eine zuverlässige Beurteilung, ob die Beleuchtung über die gesamte Arbeitsfläche hinweg angemessene Bedingungen gewährleistet.
Messung bei einer neuen Anlage und nach Jahren des Betriebs (Wartungsfaktor)
Die Abnahmemessung dient dazu, zu überprüfen, ob die installierte Beleuchtungsanlage den Anforderungen der Planung entspricht. Spätere Kontrollen zeigen hingegen die Auswirkungen von Nutzung, Verschmutzung, Alterung der Lichtquellen oder Veränderungen der Arbeitsplatzanordnung.
Bereits in der Planungsphase wird ein Wartungsfaktor berücksichtigt, der den zu erwartenden Lichtstromrückgang im Laufe der Zeit abbildet und sicherstellt, dass die geforderten Beleuchtungswerte über den vorgesehenen Nutzungszeitraum eingehalten werden.
Die Ergebnisse wiederkehrender Prüfungen sollten mit den Planungsunterlagen verglichen und die jeweiligen Messbedingungen dokumentiert werden. Nur so lässt sich beurteilen, ob Wartungsmaßnahmen ausreichend sind oder Anpassungen an der Installation erforderlich werden.
Unterschied zwischen Messung und Berechnung in DIALux oder Relux
Der Unterschied zwischen einer Vor-Ort-Messung und einer Berechnung in DIALux oder Relux liegt im grundlegend unterschiedlichen Charakter dieser Methoden.
Lichttechnische Berechnungen basieren auf Modellen, die photometrische Daten der Leuchten, die Raumgeometrie, die Reflexionseigenschaften der Oberflächen sowie den angesetzten Wartungsfaktor berücksichtigen.
Eine Messung bildet dagegen den tatsächlichen Zustand der Installation zu einem konkreten Zeitpunkt ab. Die Ergebnisse können durch Tageslicht, Verschmutzungen, Hindernisse, die Positionierung der Leuchten oder Abweichungen zwischen dem realen Objekt und dem Planungsmodell beeinflusst werden.
Während das Messprotokoll den Ist-Zustand dokumentiert, dient die Lichtsimulation der Bewertung des geplanten Beleuchtungskonzepts.
Messraster nach EN 12464-1 (Formel zur Bestimmung des Messpunktabstands)
Das in der EN 12464-1 definierte Messraster stellt sicher, dass die Messwerte die gesamte untersuchte Fläche repräsentativ erfassen. Die Anordnung der Messpunkte hängt von den Abmessungen des Bereichs und den Vorgaben der angewandten Messmethode ab.
Zur Ermittlung des maximalen Messpunktabstands wird folgende Formel verwendet:
p = 0,2 × 5^log10(d)
wobei d die längere Abmessung der untersuchten Fläche in Metern darstellt.
Der berechnete Wert ist entsprechend den geltenden normativen Anforderungen und den Messvorschriften zu interpretieren. Das Messraster sollte vor Beginn der Messung festgelegt und im Protokoll dokumentiert werden.
Dadurch werden spätere Vergleichsmessungen erleichtert und Bereiche mit größeren Abweichungen schneller identifiziert.
Aufgabenbereich und Umgebungsbereich
Aufgabenbereich und Umgebungsbereich werden getrennt betrachtet, da für die eigentliche Arbeitsfläche und die angrenzenden Bereiche unterschiedliche Anforderungen gelten können.
Der Aufgabenbereich umfasst die Fläche, auf der die visuelle Tätigkeit ausgeführt wird. Der Umgebungsbereich beeinflusst hingegen Orientierung, Sehkomfort und die Wahrnehmung von Kontrasten.
Die Messpunkte sollten sich an der tatsächlichen Anordnung der Arbeitsplätze orientieren und nicht ausschließlich an leicht zugänglichen Stellen gewählt werden.
Im Messprotokoll sollten die Grenzen der einzelnen Bereiche, die Höhe der Messebene sowie alle Hindernisse dokumentiert werden, die die Lichtverteilung beeinflussen könnten.
Luxmeterklasse und Kosinuskorrektur
Die Klasse des Luxmeters und dessen Kosinuskorrektur haben einen direkten Einfluss auf die Zuverlässigkeit der Messergebnisse.
Das Messgerät sollte für die geforderte Genauigkeit geeignet, technisch einwandfrei und durch eine gültige Kalibrierung beziehungsweise Eichung entsprechend den geltenden Verfahren nachgewiesen sein.
Die Kosinuskorrektur stellt sicher, dass der Sensor Licht, das aus unterschiedlichen Einfallswinkeln auftrifft, korrekt erfasst.
Während der Messung muss der Sensor auf der vorgesehenen Messebene positioniert werden und darf weder durch den Bediener noch durch andere Gegenstände abgeschattet werden.
Ein vollständiges Messprotokoll sollte Folgendes enthalten:
- Identifikation des Messgeräts
- Datum und Ort der Messung
- Messergebnisse
- Bewertungskriterien
Dadurch kann die Dokumentation auch bei zukünftigen Prüfungen als zuverlässige Referenz genutzt werden.
Bei der Auswertung von Messprotokollen ist zudem die Konsistenz der Daten entscheidend. Das Protokoll sollte eindeutig angeben, ob die Messungen ausschließlich unter künstlicher Beleuchtung durchgeführt wurden, ob Tageslicht berücksichtigt wurde und ob alle für den jeweiligen Bereich vorgesehenen Leuchten während der Messung in Betrieb waren.
Außergewöhnliche Bedingungen, beispielsweise die vorübergehende Abschaltung eines Teils der Anlage oder Hindernisse im Lichtaustritt, sollten ebenfalls dokumentiert werden. Dadurch lassen sich Messergebnisse über längere Zeiträume hinweg besser vergleichen und Veränderungen der Beleuchtungsqualität zuverlässiger bewerten.
Bei Lena Lighting verbinden wir polnische Fertigungskompetenz, technologische Innovation und langjährige Erfahrung in der Entwicklung professioneller LED-Beleuchtungslösungen. Wir entwickeln kontinuierlich energieeffiziente Leuchten und intelligente Lichtsteuerungssysteme mit Fokus auf Qualität, Langlebigkeit und Nachhaltigkeit.