Um die Probleme der LED-Beleuchtung zu verstehen, muss zunächst eine genaue Analyse der äußeren Faktoren durchgeführt werden, die in Schwimmhallen und Becken vorherrschen. In der Regel herrscht dort eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit (oft über 60 %) und eine hohe Temperatur (28 °C bis 30 °C), wodurch das chlorhaltige Wasser ständig verdunstet und eine aggressive Atmosphäre entsteht. Hier sind die Hauptfaktoren, die Standleuchten zerstören:
- Chlor und Salznebel.
Chlor ist als Gas in der Luft vorhanden. In Verbindung mit Feuchtigkeit setzt es sich auf Lampen ab und schädigt nicht chlorbeständige Materialien. In Salzwasserpools, wo sich der sogenannte Salznebel bildet, ist dies noch problematischer. Er ist extrem korrosiv und kann selbst durch kleinste Risse im Gehäuse eindringen.
- Zerstörungsmechanismen (Zusammenfassende Tabelle)
| Degradationsfaktor |
Aufprallmechanismus |
Auswirkung auf LED-Leuchten |
| Chlor (gasförmig/flüssig) |
Polymeroxidation, Metallkorrosion, Silikonpenetration |
Diodendunkelung, Dichtungsverlust, Kontaktkorrosion |
| Salznebel (NaCl) |
Beschleunigte Lochfraßkorrosion, Oberflächenverfärbungen |
Strukturelle Beschädigung des Gehäuses, Kurzschlüsse |
| Hohe Luftfeuchtigkeit |
Kondensation, Hydrolyse von Schutzbeschichtungen |
Korrosion von Elektronik, Beschlagen der Optiken |
| Umgebungstemperatur |
Beschleunigung chemischer Reaktionen, thermische Degradation der LEDs |
Verkürzte Lebensdauer (L80B10), Farbveränderungen der LEDs |
- Welche Lösungen sollte ich wählen?
Der Einsatz von LED-Beleuchtung unter solchen Bedingungen erfordert den Verzicht auf handelsübliche Standardlösungen zugunsten von Leuchten mit hoher Korrosionsbeständigkeit gemäß ISO 9223. Für Schwimmhallen werden Leuchten der Korrosionsbeständigkeitsklasse C5 empfohlen, die mindestens 1000 Stunden Salzsprühnebeltests bestanden haben.